Umweltverschmutzung, Flächenversiegelung und der zügellose Abbau natürlicher Ressourcen gefährden die biologische Vielfalt unseres Planeten. Noch nie war die Geschwindigkeit, mit der rund um den Globus Tier- und Pflanzenarten aussterben, so hoch wie heute. Ökosysteme verlieren an Stabilität. Die Biodiversität ist weltweit bedroht.
Unternehmen sind gefordert, die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf die lokale und globale Biodiversität zu berücksichtigen und zu ihrem Erhalt beizutragen. Denn die Zerstörung von Ökosystemen hat nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische Folgen.
Auch der Finanzsektor greift das Thema Biodiversität aktuell auf. Die LBBW steht über den Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. (VfU) mit anderen Banken, Sparkassen und Versicherungen im Dialog, um zum Schutz der Ökosysteme beizutragen. Ziel des VfU-Forums Biodiversität ist es, konkrete Branchenstandards für die Geschäftsfelder von Finanzdienstleistern zu erarbeiten.
Wir sensibilisieren auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Artenschutz und die Bedeutung von Ökosystemen. Im LBBW-Intranet haben wir Daten und Fakten zur ökonomischen Relevanz von Biodiversität sowie zu den Chancen und Risiken für Finanzdienstleister eingestellt. In der Ausbildung unserer Kauffrauen für Bürokommunikation vertiefen wir das Thema Biodiversität im Rahmen eines Nachhaltigkeitsseminars.
Die LBBW-Stiftung „Natur und Umwelt" » informiert mit eigenen Schriftenreihen über sehenswerte Wanderziele in baden-württembergischen Naturschutzgebieten sowie praktische Initiativen des Naturschutzes. Darüber hinaus beteiligt sie sich jedes Jahr an ca. 50 Projekten zum konkreten Schutz von Natur und Umwelt sowie zur Arterhaltung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Zusätzlich werden kleinere Forschungsprojekte auf den Gebieten Umwelt- und Naturschutz, Biologie und Medizin einschließlich Naturheilverfahren gefördert. 2010 wurde beispielsweise ein Projekt des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) unterstützt: Eine umfangreiche Untersuchung des dort angesiedelten Zoologischen Instituts soll zum verbesserten Schutz des Europäischen Feldhasen beitragen, dessen Bestand sich in den letzten Jahren durch Umwelteinflüsse, Intensivierung der Landwirtschaft sowie Krankheiten drastisch verringert hat).
Die BW-Bank engagierte sich 2011 für den Schutz der Berggorillas. In Kooperation mit dem Zoologisch-Botanischen Garten Wilhelma in Stuttgart rief die BW-Bank ihre Kunden dazu auf, ihre ausrangierten Mobiltelefone abzugeben, um das wertvolle Metall Tantal dem Recycling zuzuführen. Mit einer Führung durch das Menschenaffenhaus und Ausführungen zur Berggorilla-Aktion wurde im Oktober 2011 das Nachhaltigkeitsseminar unserer angehenden Bürokauffrauen abgerundet.
Biodiversität
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