Wer vom Wissen und Können seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren will, muss ihnen Unterstützung und Chancen geben – und zwar unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Beschäftigungsgrad, persönlicher Lebenssituation und sonstigen Kriterien.
So haben wir uns 2008 als erste Landesbank der Initiative „Diversity als Chance – die Charta der Vielfalt der Unternehmen in Deutschland" www.charta-der-vielfalt.de » angeschlossen. Die Unterzeichner verpflichten sich, für alle Beschäftigten ein von Vorurteilen freies Arbeitsumfeld zu schaffen.
Seit Anfang 2009 werden die Themen Vielfalt und Chancengleichheit von einer Diversity-Beauftragten betreut.
Eine „Dienstvereinbarung zum Schutz vor Diskriminierung und zum partnerschaftlichen Verhalten am Arbeitsplatz" hatte die LBBW bereits Ende 2007 verabschiedet. Parallel wurde ein E-Learning-Tool zur Umsetzung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) eingeführt, das für alle Beschäftigten obligatorisch ist.
2010 wurde die Beschwerdestelle gemäß AGG einmal angerufen. Eine Benachteiligung i.S. des AGG war in dem behandelten Fall nicht gegeben.
Kulturelle Vielfalt
Als branchen- und kulturenübergreifend arbeitendes Geldinstitut profitiert die LBBW von den unterschiedlichen Interessen, Biografien, Fähigkeiten und kulturellen Orientierungen ihrer Belegschaft. Aktuell arbeiten im LBBW-Konzern Menschen aus rund 70 Ländern der Erde. Diese Vielfalt ist für das Unternehmen enorm wertvoll und hilft, weltweit entsprechende Kontakte zu knüpfen bzw. zu unterhalten.
Frauen und Männer
Wir gewähren allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit vergleichbaren Voraussetzungen gleiche Qualifizierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten sowie die gleichen betrieblichen Zusatzleistungen – unabhängig von Geschlecht, Alter oder Beschäftigungsgrad. Damit wollen wir auch die Karrierechancen von Mitarbeiterinnen kontinuierlich verbessern und ihren Anteil in Fach- und Führungspositionen erhöhen. Ende 2010 waren 51,2% der Konzernbelegschaft Frauen, bei der LBBW-Bank waren es 51%. In den oberen drei Führungsebenen lag ihr Anteil in der LBBW-Bank bei 5,6% (2009: 5,2%) und hat sich damit seit 2007 (4,6%) um etwa einen Prozentpunkt leicht erhöht.
| LBBW-Bank-Ebene | Anzahl Männer Stand: 31.12.2010 |
Anzahl Frauen Stand: 31.12.2010 |
|---|---|---|
| 1. Ebene: Vorstände | 7 (100%) | 0 (0%) |
| 2. Ebene: Markenvorstände + Bereichsleiter/-innen | 47 (96%) | 2 (4%) |
| 3. Ebene: Abteilungsleiter/-innen | 217 (94%) | 14 (6%) |
| 4. Ebene: Gruppenleiter/-innen | 731 (80%) | 179 (20%) |
Vergütungsstruktur nach Geschlecht, LBBW-Bank
Da der Frauenanteil in Führungspositionen in der LBBW-Bank gering ist, hat der Vorstand im Jahr 2003 einen Maßnahmenkatalog verabschiedet, der die Chancengleichheit in der LBBW verbessern helfen soll. Eine der Maßnahmen war die Initiierung eines Frauennetzwerks, das sich im Jahr 2007 gegründet hat. Chancengleichheit für beide Geschlechter und die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind die Kernziele dieser Initiative. Das Netzwerk besteht derzeit aus ca. 120 Mitarbeiterinnen. In drei Arbeitskreisen zu den Themen Assistenz, Karriere und Teilzeit treffen sich nicht nur Mitarbeiterinnen, die beruflich aufsteigen möchten, sondern auch Frauen, die mit ihrer Position zufrieden sind, ihr Wissen aber an andere weitergeben möchten oder sich für eine faire und familienfreundliche Unternehmenskultur starkmachen wollen. Die Schirmherrschaft des Frauennetzwerks hat seit Herbst 2010 der LBBW-Vorstandsvorsitzende Hans-Jörg Vetter inne.
Bei der Jahresveranstaltung im November 2010 würdigte die Gastrednerin Dr. Monika Stolz als damalige Sozialministerin von Baden-Württemberg die freiwilligen Selbstverpflichtungen, für die der LBBW beim „audit berufundfamilie“ der Hertie-Stiftung das Zertifikat „familienbewusstes Unternehmen“ verliehen wurde.
Behinderte Menschen
Im Jahr 2010 waren bei der LBBW-Bank durchschnittlich 412 (2009: 410) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, die schwerbehindert oder schwerbehinderten Menschen gleichgestellt sind. Das entspricht einer Quote von 3,9% (Vorjahr: 3,9%). Mit der aktuellen Beschäftigungsquote für Schwerbehinderte unterschreiten wir die gesetzlich geforderte Quote von 5% behinderter Beschäftigter in der Belegschaft, was dazu führt, dass wir die entsprechende Ausgleichsabgabe in Höhe von gut 135.000 Euro entrichten müssen.
Beraten und vertreten werden LBBW-Beschäftigte mit Schwerbehindertenstatus von der Gesamtschwerbehindertenvertretung (GSBV) sowie von fünf regionalen Schwerbehindertenvertretungen.
